»Praetorius pur« Geistliche und weltliche Musik eines Wegbereiters

Capella de la Torre  

Schlossplatz
06886 Lutherstadt Wittenberg

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Event organiser: Wittenberg-Kultur e.V., Markt 4, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Deutschland

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Begleitpersonen von Schwerbeschädigten mit "B" im Ausweis frei

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für Gruppen können gesonderte Regelungen im Büro des WittenbergKultur e.V. unter 03491 - 419260 erfragt werden.
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In diesem Jahr feiert die Musikwelt Michael Praetorius! Er war nicht nur ein berühmter Komponist, sondern hatte als Musiktheoretiker Zugang zu Partituren aus französischen, englischen, vor allem aber auch aus italienischen Quellen. Zusammen mit dem französischen Tanzmeister Francis Caroubel schuf er mit »Terpsichore« eine Sammlung modernster Tänze aller Arten. Anlässlich seines 400. Todestages widmet sich die Capella de la Torre den verschiedenen Schaffensphasen und kompositorischen Entwicklungen Michael Praetorius´. Ausgreifende geistliche Werke wechseln mit fröhlichen Tänzen und weltlicher Unterhaltungsmusik. So zeichnet das Programm »Praetorius pur« ein differenziertes Bild der musikalischen Vielfalt im frühen 17. Jahrhundert. Neben vokalen Klangfarben präsentieren die Musikerinnen und Musiker eine Palette instrumentaler Farben von Schalmei, Pommer, Dulzian und Großbasspommer über Posaunen und Cornetti bis hin zu Orgeln und Lauten für den Basso continuo.

Location

Schlosskirche Wittenberg
Schlossplatz
06886 Lutherstadt Wittenberg
Germany
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Die Schlosskirche Wittenberg hat sich einen ganz besonderen Platz innerhalb der Geschichte der Kirche, des Landes und sogar der ganzen Welt gesucht: Hier schlug Martin Luther 1517 seine 95 Thesen an die hölzerne Kirchentür und setzte damit die Reformation in Gang. Seit 1996 ist die Schlosskirche Wittenberg wegen ihrer herausragenden Bedeutung in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.

Eine Burg ist hier schon im 12. Jahrhundert belegt, doch erst 1340 wird hier die erste Kapelle errichtet. Im ausgehenden 15. Jahrhundert lässt Kurfürst Friedrich der Weise die Gebäude abreißen und ein Residenzschloss mitsamt Schlosskirche erbauen, keine zehn Jahre später veröffentlicht der Theologe Martin Luther an der Haupttür seine Thesen, die den Verlauf der Geschichte grundlegend ändern sollten. Nach seinem Tod wurde Luther, ebenso wie Reformator Philipp Melanchthon und der Erbauer Friedrich der Weise beigesetzt. Im Siebenjährigen Krieg brannte das Gotteshaus bis auf die Grundmauern ab, einzig das Grabmal des Kurfürsten blieb erhalten.

Ihre Innenausstattung verdankt die Wittenberger Schlosskirche einer Erneuerung Ende des 19. Jahrhunderts, bei das Interieur nach historischen Aufzeichnungen gestaltet wurde. 2013 hat offiziell die Sanierung des Komplexes aus Schloss und Kirche begonnen. Gottesdienste, Konzertreihen oder der Wittenberger Evensong finden aber dennoch weiterhin statt. Eine Kirche, in der die Welt verändert wurde, kann schließlich nicht einfach ihre Pforten schließen.