Die Forelle - Im Zeichen des Wassers

Schlosspark 5
34131 Kassel

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Event organiser: Museumslandschaft Hessen-Kassel, Schlosspark 1 am Schloss Wilhelmshöhe, 34131 Kassel, Deutschland
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Das einzigartige Klavierquintett D 667 / op. posth. 114 in A-Dur von Franz Schubert, auch Forellenquintett genannt, interpretiert von den Kasseler Musikern Michael Kravtchin (Klavier), Christoph Callies (Violine), Peter Gries (Viola), Johannes Weber (Violoncello) und Jan Harborth (Kontrabass).

Der Wunsch, die Klänge und Geräusche der Umgebung nachahmen zu können, gilt gemeinhin als eine Quelle der Musik und des Musizierens. Aus diesem Antrieb heraus entstand nachfolgend eine eigene musikalische Gattung, die Programmmusik. Franz Schuberts (1797-1828) vielleicht bekanntestes und beliebtestes Lied nach einem Text von Christian Friedrich Daniel Schubart (1739-1791), „Die Forelle“, Opus 30 (heute: Deutschverzeichnis 550), entstand zwischen November 1816 und Juli 1817. Es handelt sich um ein wunderbares Beispiel für Musik mit programmatischen Zügen: In den schnellen Läufen, Sechstolen, in beiden Händen des Klavier lässt sich die vermeintliche Idylle der Szene unschwer wiedererkennen: ein plätschernd-klarer Bachlauf, in dem sich eine Forelle tummelt und an dessen Ufer ein Angler zunächst auf herkömmliche Art und Weise mit einer Rute, also eben mit einer Angel, versucht, des Fisches habhaft zu werden, bevor er angesichts des fortgesetzten Misslingens dieses Unterfangens zu einer List greift und das Wasser eintrübt, um dem Fisch die Orientierung zu nehmen, wodurch er sein Vorhaben schließlich zum Erfolg führen kann.

Selbst das Ableben der gefangenen Forelle zeichnet der Komponist nach, indem er die schnelle Bewegung in immer tiefere Register des Klavier wandern lässt, wo schließlich im Bass der linken Hand zu verstummen scheint. Keine zwei Jahre nach dessen Vollendung greift Schubert 1819 das Lied wieder auf und verwendet Melodie und Begleitung für den Variationensatz eines Klavierquintetts, das heute deshalb auch als „Forellenquintett“ bezeichnet wird. Es entstand für den Steyrer Musikmäzen und (Hobby-)Cellisten Silvester Paumgartner. Kaum vorstellbar angesichts der Popularität, die das Werk in der ungewöhnlichen Besetzung mit Klavier, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass heute genießt, ist, dass es erst 1829, also ein Jahr nach Schuberts Tod, durch den Wiener Musikverleger Josef Czerny, der den Autografen aus dem Nachlass des Komponisten erworben hatte, als Opus posthumum 114 (heute: Deutschverzeichnis 667) veröffentlicht wurde.
Die Variationen spüren der Melodie auf vielfältige Weise nach und geben den Mitwirkenden Gelegenheit, auf ihrem jeweiligen Instrument zum „Forellenjäger“ zu werden.

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Ballhaus im Bergpark Wilhelmshöhe
Schlosspark 5
34131 Kassel
Germany
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