»Der Gesang ist die in höchster Leidenschaft erregte Rede« - Friederike Meinel und Orchester unter Leitung von Ulrich Moormann

Schlosspark 5
34131 Kassel

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Event organiser: Museumslandschaft Hessen-Kassel, Schlosspark 1 am Schloss Wilhelmshöhe, 34131 Kassel, Deutschland
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Friederike Meinel (Sopran), das Orchester der Musikakademie und Gäste, unter der Leitung von Ulrich Moormann, präsentieren Werke von Richard Wagner, Edward Elgar und anderen.

Zwei Opernkomponisten beeinflussten das kompositorische Schaffen Richard Wagner nach dessen eigenem Bekunden: Christoph Willibald Gluck und Vincenzo Bellini. An Gluck bewunderte er die die Gestaltung des Wort-Ton-Verhältnisses und die dramaturgische Neuausrichtung der Oper im späten 18. Jahrhundert, die vom übermächtigen Vorbild der italienischen Opera seria mit ihrem starren Formkonzept emanzipierte. Noch in Dresden entstand eine Überarbeitung in Paris uraufgeführten Oper Glucks „Iphegenie in Aulis“. Von dieser Fassung fand vor allem die Ouvertüre mit dem von Wagner hinzugefügten Schluss Einzug ins heutige Konzertleben. Mathilde Wesendonck war einige Jahre später, nach dessen durch seine Teilnahme an den revolutionären Umtrieben des Jahres 1848 veranlasstem Exil, Richard Wagners große Liebe und Muse. Aus dieser Liebesbeziehung entstandenen fünf Lieder, die die leidenschaftliche und unerfüllte Liebesgeschichte zwischen Mathilde Wesendonck und Richard Wagner erzählen. Die von Mathilde verfassten Gedichte vertonte Wagner ganz im Zeichen seines neuen kompositorisch-revolutionären „Tristan“-Stils: Die ringende Chromatik und die immer fortwährenden Modulationen, die Ausdruck ewigen Verlangens und zehrender Leidenschaft sind, prägen diesen vielfarbigen Liederzyklus.
„So empfing ich Dein Leben, um mit Dir nun von der Welt zu scheiden, um mit Dir zu leiden, mit Dir zu sterben.“ Diese Zeilen Richard Wagners an Mathilde führen in ihrer Metaphorik geradewegs zu „Tristan und Isolde“ – zu Isoldes Liebestod. Es besteht eine unlösliche Verknüpfung zwischen den fünf Liedern und Wagners Jahrhundertoper allein dadurch, dass Richard Wagner zeitgleich daran arbeitete und dass beide Kompositionen aus demselben persönlichen Hintergrund entstanden. Sie sind Äußerungen tiefer innerer Gefühlsvorgänge. Die Lieder sind menschlich und künstlerisch im Kleinen, was die Oper „Tristan und Isolde“ im Großen ist. Die Musik der Lieder ist weitgehend vom Tonfall innig-beseelter Wehmut, insbesondere von der changierenden und schimmernden Harmonik der Oper geprägt. Schopenhauerischer Pessimismus und buddhistische Mystik, von denen die Gedankenwelt des „Tristan“ durchdrungen ist, finden sich auch in den Liedern wieder. Die Gedichte stellen fünf Seelengemälde dar, die ein Spiegelbild der Situation sind, in der sich Richard und Mathilde befanden. Es war eine Liebeskorrespondenz: Seine Kompositionen waren die musikalischen Antworten auf die Gedichte, die ihm Mathilde zusandte. Er las ihre Texte mit den Augen der Liebe und gab ihnen durch die Macht der Töne eine unsterbliche Seele.

Ergänzt wird das Programm durch Elgars bekannte Streicherserenade, die durch seine Beschäftigung mit der Sagenwelt des Mittelalters und des Rittertums in England beeinflusst wurde. Elgar schrieb das Werk zu einem Zeitpunkt, als der Komponist sein wenig erfolgreiches Intermezzo in London bereits beendet hatte und sich aufs Land zurückgezogen hatte.

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Ballhaus im Bergpark Wilhelmshöhe
Schlosspark 5
34131 Kassel
Germany
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